Das Referenzkonto - Tagesgeld und Festgeld Lexikon

Im Bereich der Geldanlagen gibt es eine ganze Reihe von Begriffen, die an vielen Stellen auftauchen, aber kaum einmal richtig erklärt werden. Die Begrifflichkeit "Referenzkonto" ist hierfür ein gutes Beispiel, wird sie doch, zum Beispiel in Zusammenhang mit Tagesgeldkonten, immer wieder erwähnt, jedoch kaum erklärt. Was also ist ein Referenzkonto genau? Und, wie unterscheidet sich ein Referenzkonto von einem normalen Girokonto?

Nun, am einfachsten können wir uns den Sinn und Zweck eines Referenzkontos vorstellen, wenn wir uns vor Augen führen, dass Tages- oder Festgeldkonten nicht für den täglichen Zahlungsverkehr gemacht sind. Wäre das nämlich der Fall, würde jeder Kunde nur noch das Tagesgeldkonto abschließen und für die normalen Girokonten würde sich niemand mehr interessieren - das ist jedoch so gar nicht im Sinne der Banken. Damit die Kunden nun also ihre Überweisungen nicht über das Tagesgeldkonto vornehmen können, werden Überweisungen grundsätzlich nur auf das Referenzkonto vorgenommen - ein Konto das auf den Namen des Kunden lautet, in der Regel sein Girokonto.

Bei den meisten Banken ist es von Zeit zu Zeit möglich, sein Referenzkonto zu ändern - in der Regel online und sehr einfach mittels PIN / TAN verfahren. Auf diese Weise ist es zumindest möglich, das Geld nicht immer nur auf ein Konto auszahlen zu müssen - die Anzahl der erlaubten Referenzkontoänderungen ist jedoch begrenzt und liegt in der Regel bei ca. viermal pro Jahr.

Steuerlich spielt das Referenzkonto keine Rolle: Wird der Jahreskontoauszug für das Tages- oder Festgeldkonto erstellt, so werden lediglich die hier verwahrten Guthabensalden und die erzielten Gewinne / Verluste in den Fokus gerückt - das Referenzkonto wird jedoch gänzlich aus der Betrachtung herausgelassen - eine Auflistung des Referenzkontos kann man jedoch bei der jeweiligen kontoführenden Bank beantragen.