Das Geldmarktkonto - Tagesgeld Festgeld Lexikon

Unter einem Geldmarktkonto versteht man ein Sparkonto, dass bei Banken oder Sparkassen geführt wird und dessen Zins sich nach dem Zins richtet, den Banken untereinander bezahlen, wenn sie sich kurzfristige Kredite einräumen.  Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwei Arten von Geldmarktkonten - die Tagesgeld- und die Festgeldkonten. Wie der Name schon sagt handelt es sich hierbei um zwei Kontotypen, die sich vor allen Dingen in der Verfügbarkeit des Geldes unterscheiden.

Sehen wir uns zuerst das Tagesgeldkonto etwas genauer an: Bei diesem Konto werden die Gelder des Anlegers dem Tagesgeldmarkt zu Verfügung gestellt, also von der einen Bank an andere Banken verliehen. Die Gelder auf diesem Markt haben dabei den Charakter, nur sehr kurz, also für wenige Stunden oder einige Tage verliehen zu werden. Demnach ist der Zins hier etwas geringer als auf dem Geldmarkt der Festgelder.
Während der gesamten Transaktionen ist das Geld, sofern es sich ausschließlich um deutsche Banken handelt, durch den staatlichen Sicherungsfonds und einen evtl. privaten Sicherungsfonds der Bank besichert. Selbst wenn die Bank, die sich das Geld geliehen hat, also pleite gehen sollte, ist das Kapital der Anleger nach wie vor verfügbar.

Da die Banken sich auch Geld von der Europäischen Zentralbank leihen könnten, orientiert sich der Zins auf dem Tagesgeldmarkt stets nach dem Zins, der bezahlt werden müsste, würde man die Offerte der EZB annehmen. Senkt die EZB also den Leitzins, sinken auf die Verzinsungen auf dem Tagesgeldmarkt, hebt sie ihn an, steigen auf beim Tagesgeld die Erträge der Anleger.

Beim Festgeld wird das Geld der Anleger für einen bestimmten Zeitraum fest gebunden und zum Beispiel für langfristige Refinanzierungen genutzt. Aus diesem Grund ist der Tagesgeldzins hier weniger interessant als die langfristigen Zinssätze der Europäischen Zentralbank.